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Newsletter Verkehrstechnik 02/2015
30.07.2015


Sehr geehrte Damen und Herren,

willkommen zum aktuellen VITRONIC Verkehrstechnik-Newsletter. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen den neuen Enforcement Trailer vor. Ausgestattet mit einer eigenen Stromversorgung ermöglicht das System Geschwindigkeitsmessungen an Unfallschwerpunkten ohne vorhandene Infrastruktur. Außerdem blicken wir auf die kommenden POLISCAN-Foren und beleuchten einen Lärmschutztest in Frankfurt am Main und die Unfallstatistik 2014.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen VITRONIC!


VITRONIC macht stationäre Geschwindigkeitsmessung mobil


Unfallschwerpunkte liegen häufig an Orten, an denen keine durchgängige Geschwindigkeitsüberwachung möglich ist. Mit dem neuen Enforcement Trailer bietet VITRONIC ab sofort eine Lösung für die Verkehrsüberwachung, die keine Anforderungen an die lokale Infrastruktur stellt. 

Der Enforcement Trailer ist mit einer unabhängigen Stromversorgung auf Basis von Hochleistungsbatterien ausgestattet, die einen ununterbrochenen Messbetrieb über fünf Tage ermöglicht. Das System lässt sich mit nahezu jedem Kraftfahrzeug mit Anhängerkupplung bewegen. Zur einfachen und genauen Ausrichtung verfügt es zusätzlich über einen eigenen, ferngesteuerten Antrieb. Für den Messbetrieb lässt sich der Anhänger vollständig auf den Wagenboden absenken, was eine Bewegung durch Unberechtigte stark erschwert. Eine gepanzerte Hülle sowie ein Alarmsystem schützt die Technik zudem vor Vandalismus. 

Das französische Innenministerium sieht den Enforcement Trailer bereits flächendeckend für den Einsatz in Baustellen vor. In Frankreich sollen bis Ende des Jahres 50 und bis Ende 2016 insgesamt 150 Systeme in Betrieb gehen. Die ersten sind bereits im Einsatz und haben an einem Tag bis zu 2.500 Geschwindigkeitsübertretungen dokumentiert. Wenn Sie mehr über den Enforcement Trailer erfahren wollen, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner aus unserem Vertriebsteam oder schicken uns eine Anfrage an sales@vitronic.com.

PoliScan-Foren 2015


Die Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr bleibt Ziel Nr. 1 der Verkehrsüberwachung. Aber vermehrt kommen neue Aufgaben wie der Schutz bröckelnder Infrastrukturen und stetig steigende Lärm- und Schadstoffbelastungen hinzu. Wie sieht die Verkehrsüberwachung der Zukunft aus? Welche Herausforderungen kommen auf Polizei und Ordnungsämter zu? Und wie haben Behörden bereits auf diese Veränderung reagiert?

Mit diesen Fragenkomplexen wird sich im Herbst das POLISCAN-Forum auseinander setzen. Das Forum bietet dazu eine interessante Mischung aus Praxisvorträgen und Exkursionen in den aktuellen Stand der Messtechnik. Außerdem wird es auch in diesem Jahr wieder viel Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit Kollegen geben. Für eine flexible Terminplanung bietet VITRONIC das Forum an drei Terminen an: am17. September in Lüneburg, am 29. Oktober in Bayreuth und am 11. November in Rüdesheim am Rhein. Ein Anmeldeformular finden Sie unter den jeweiligen Links.

Frankfurt testet Tempo 30 bei Nacht


Verringert Tempo 30 die Lärmbelastung der Anwohner? Dieser Frage geht derzeit die Stadt Frankfurt am Main nach. Mit Unterstützung des Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministeriums hat die Mainmetropole auf vier Hauptverkehrstraßen von 22 bis 6 Uhr die Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 Stundenkilometer abgesenkt. Um Vergleichswerte zu haben, hatte die Stadt davor vier Wochen lang die Bedingungen bei Tempo 50 gemessen. Neben den Auswirkungen auf die Lärmbelästigung der Anwohner soll der Testlauf auch untersuchen, ob sich der Verkehr aufgrund der neuen Geschwindigkeitsbegrenzungen auf andere Straßen verlagert. Der Test umfasst insgesamt vier Phasen, wobei jeweils auch die Veränderung der Lärmbelastungen bei verstärkten Geschwindigkeitskontrollen erfasst wird.

Frankfurt hatte Tempo 30 bei Nacht bereits 2012 auf einem Straßenabschnitt untersucht und deutliche lärmmindernde Effekte festgestellt. Die Ergebnisse dazu finden sich auf der Website „Tempo 30 bei Nacht“ der Stadt Frankfurt.

Unfallstatistik 2014: Wieder mehr Verletzte und Tote


Ein schlechtes Jahr für die Verkehrssicherheit: Laut Statistischem Bundesamt ist 2014 die Zahl der im Straßenverkehr Getöteten und Verletzten das erste Mal seit 2011 wieder gestiegen. 3.377 Verkehrstote und rund 390.000 Verletzte entsprechen einem Anstieg von 1,1 beziehungsweise 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Überhöhte Geschwindigkeit bleibt dabei Unfallursache Nr. 1 und ist für ein gutes Drittel der Todesopfer und etwa ein Viertel der Verletzten verantwortlich. Besonders stark stieg mit 12 Prozent die Zahl der getöteten Radfahrer. Die Ursache hierfür waren überwiegend Regelverstöße anderer Verkehrsteilnehmer.

Auch im Europäischen Ausland ist die Zahl der Verkehrstoten 2014 gestiegen. Der European Transport Safety Council meldet einen Anstieg in insgesamt zwölf Mitgliedsstaaten der EU, darunter Frankreich, Großbritannien und Irland. Ausführliche Zahlen zur Entwicklung in Deutschland finden sich in der Fachserie Verkehr.