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Newsletter Verkehrstechnik 01/2015
30.04.2015


Sehr geehrte Damen und Herren,

willkommen zum aktuellen VITRONIC Verkehrstechnik-Newsletter. In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen das neueste Mitglied der VITRONIC-Gruppe vor, die VETRO Verkehrselektronik. Außerdem geben wir Ihnen mit zwei Beispielen aus Frankfurt am Main und Duisburg einen Einblick, was die POLISCAN-Systeme über die reine Geschwindigkeitsmessung hinaus leisten können. Weiterhin stellen wir Ihnen die neue Messsoftware PsEnforcement 3.7.4 vor und blicken auf ein klarstellendes Urteil des OLG Frankfurt.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen VITRONIC!


Traffic Service Providing: VETRO jetzt Teil der VITRONIC-Gruppe


Wir freuen uns, Ihnen das neueste Mitglied der VITRONIC-Gruppe vorzustellen: Die VETRO Verkehrselektronik bietet Behörden und Kommunen bereits seit 20 Jahren Dienstleistungen im Bereich der Verkehrsüberwachung an. Zum Portfolio gehören stationäre und mobile Geschwindigkeitsmessungen genauso wie Rotlichtüberwachung sowie weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Bei Bedarf erhalten VETRO-Kunden auch Komplettlösungen aus einer Hand ‒ von der Messung bis hin zur Datenaufbereitung. Dabei bietet das Unternehmen Behörden sowie Kommunen sowohl Miet- und Leasingmodelle als auch den vollständigen Betrieb der Messanlagen auf Basis einer nutzungsabhängigen Vergütung an.

Auch als neues Mitglied der VITRONIC-Gruppe bleibt die VETRO Verkehrselektronik weiterhin ein eigenständiges Unternehmen. Damit wird sichergestellt, dass VETRO-Kunden eine unabhängige und optimale Beratung bei der Auswahl von Messtechnik sowie Finanzierung erhalten. Die enge Verbindung zu einem weltweit führenden Hersteller von Verkehrsmesstechnik bringt der VETRO Verkehrselektronik einige Vorteile: Ab sofort hat das Unternehmen einen direkten Zugriff auf den Support und Kundenservice von VITRONIC und kann in Zukunft bundesweit noch besser bei allen Fragen rund um Messtechnik, Einsatz und Datenaufbereitung beraten. Im Ergebnis ist die VETRO Verkehrselektronik so für Sie zu einem noch leistungsfähigeren Partner geworden.

Weitere Informationen zur VETRO Verkehrselektronik und den angebotenen Dienstleitungen erhalten Sie unter www.vetro-gmbh.de


Klartext: OLG Frankfurt zu standardisierten Messverfahren und der Rolle von Sachverständigen


Nachdem das Thema POLISCAN SPEED als standardisiertes Messverfahren durch die Medien gegangen war und vereinzelt auch vor Amtsgerichten für Verwirrung gesorgt hatte, sprach das OLG Frankfurt am Main im Dezember Klartext: Ist eine Geschwindigkeitsmessung im Rahmen der PTB-Zulassung erfolgt, kann das Gericht grundsätzlich von der Richtigkeit der Messung ausgehen!

Grundlage dafür ist, dass die PTB-Zulassung als sogenanntes „antizipiertes Sachverständigengutachten“ anzusehen ist, das auf umfangreichen Testreihen basiert. Solange die Messung im Rahmen der Zulassungsvorgaben durchgeführt wurde, sind die Amtsgerichte deswegen grundsätzlich von technischen Prüfungen zur Funktionsweise des Messgerätes enthoben.

In seinen Hinweisen schärft das OLG auch die Rolle von Sachverständigen. Diese müssen die Beweisfrage verständlich und nachvollziehbar beantworten. Einem Zweifel allein kann sich das Gericht nicht anschließen. Dabei spricht das OLG in einem konkreten Fall sogar von „unfundierten Annahmen“, „voreiligen Schlüssen“ und einer „erkennbar begrifflichen Irreführung des Gerichts“.

Das OLG hat auch noch einmal die Verwertbarkeit von Geschwindigkeitsmessungen mit POLISCAN SPEED bestätigt. Selbst auf Falldaten aus nicht zugelassenen Kombinationen von Mess- und Auswertesoftware kann laut OLG ein Bußgeldbescheid gestützt werden. Voraussetzung ist, dass das Gericht anhand der Auswerterichtlinien von der Richtigkeit der Messung überzeugt ist. Auf der Website der PTB können Sie den vollständigen Beschluss und eine Zusammenfassung finden.

Neue Messsoftware: VITRONIC stellt PsEnforcement 3.7.4 vor


Anfang des Jahres hat die Physikalisch-Technische Bundesanstalt die neue Messsoftware für alle POLISCAN SPEED- und POLISCAN REDLIGHT-Systeme zugelassen. PsEnforcement 3.7.4 bringt zahlreiche Verbesserungen und Komfortfunktionen mit.

Zu den Highlights zählen beispielsweise eine verbesserte Detektion bei geringen Geschwindigkeiten und bei der Rotlichtüberwachung sowie die Überwachung von Durchfahrtsverboten. Ebenfalls neu ist ein erweiterter Fallzugriff im laufenden Messbetrieb und eine Optimierung für Touch-PCs. Einen vollständigen Überblick über alle Neuerungen bietet Ihnen die Produktinformation „Verkehrsüberwachung auf dem neuesten Stand“.

Red + Speed: Frankfurt kontrolliert fünf Spuren


Die Kreuzung Hochstraße und Eschenheimer Landstraße ist eine der verkehrsreichsten in Frankfurt am Main. Sie verbindet die Innenstadt mit einer der wichtigsten Ausfallstraßen. Seit kurzem überwacht die Stadt diesen Verkehrsknoten mit einer POLISCAN RED+SPEED-Anlage. Das Besondere an dieser Installation: Sie kontrolliert Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstöße auf fünf Fahrspuren!

Zwei verbundene Messsysteme auf beiden Seiten der Straße sorgen für die nötige Abdeckung. Durch die berührungslose Messtechnik der POLISCAN-Systeme musste die Stadt weder beim Aufbau noch bei zukünftigen Wartungen die Straße sperren.

Mehr Informationen zur kombinierten Rotlicht- und Geschwindigkeitsüberwachung mit POLISCAN finden Sie auf unserer Website.

Brückenschutz: Duisburg sperrt A40 für LKW


Das plötzliche Absinken der Schiersteiner Brücke zwischen Mainz und Wiesbaden hat kürzlich bundesweit für Schlagzeilen gesorgt: Über Nacht wurde eine der Hauptverkehrsadern im Rhein-Main-Gebiet unbrauchbar. Kein Einzelfall, denn laut Bundesverkehrsministerium ist aufgrund des gestiegenen Schwerlastverkehrs etwa jede sechste der knapp 40.000 Fernverkehrsbrücken in Deutschland sanierungsbedürftig. Damit es auf der A40 bei Duisburg erst gar nicht so weit kommt, hat die Stadt die marode Brücke jetzt für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gesperrt.

Für die Kontrolle des Durchfahrtsverbots setzt das Duisburger Ordnungsamt POLISCAN SPEED ein. Die Fahrzeugklassifizierung erfolgt mittels der LIDAR-Technik des Systems vom Mittelstreifen aus ‒ ganz ohne aufwendige Sensoren in der Fahrbahnoberfläche. Das Durchfahrtsverbot auf der A40 soll für die Dauer der gesamten Sanierungsarbeiten gelten.

Die Website zu POLISCAN SPEED bietet Ihnen weitere Informationen zur Fahrzeugklassifizierung.

Mobiler Einsatz: Berlin misst aus Streifenwagen


Die Berliner Polizei hat sechs neue Einsatzwagen mit POLISCAN SPEED mobil angeschafft ‒ einen für jede Direktion der Hauptstadt. Das Besondere: Die Messsysteme sind nicht in zivile Fahrzeuge, sondern in reguläre Funkwagen eingebaut. Die Berliner Polizei rechnet dadurch mit einer verstärkten Abschreckung. Denn Raser können ab sofort nicht mehr erkennen, ob sie an einem normalen Streifenwagen oder einem „Blitzer“ vorbeifahren.

Neben den neuen, „uniformierten“ Messfahrzeugen verfügt die Polizei in Berlin über 16 zivile Fahrzeuge. Zudem sind hauptstadtweit 22 Geschwindigkeitsmesssysteme fest installiert. Wenn Sie an Informationen zu POLISCAN SPEED mobil und den Fahrzeugeinbauten interessiert sind, sprechen Sie Ihren Ansprechpartner in unserem Vertriebsteam an oder schicken uns eine E-Mail unter sales@vitronic.com.

Lärmschutz: Hessen regelt die Verkehrsüberwachung neu


Mit dem Erlass vom 23. Februar nimmt das Hessische Ministerium des Inneren und für Sport den Lärmschutz als eigenständiges Kriterium für die Auswahl einer Messstelle für ortsfeste Geschwindigkeitsmessanlagen auf. Laut Erlass dient Verkehrsüberwachung „auch dem Schutz der Bevölkerung vor Gesundheitsbeeinträchtigung insbesondere durch Lärm und Abgase“.

Auch in anderen Bundesländern wird die Verkehrsüberwachung erfolgreich im Emissionsschutz eingesetzt. Die Stadt München hat im vergangenen Jahr vier POLISCAN SPEED-Systeme installiert, um eine Geschwindigkeitsbegrenzung aufgrund hoher Stickstoffbelastung durchzusetzen. In Lübeck hat eine Untersuchung im Rahmen des „Aktionsplan Lärmminderung“ ergeben, dass die Spitzenpegel an ortsfesten Geschwindigkeitsmessanlagen um bis zu 40 Prozent abgenommen haben.

PoliScan zeigt die schnellste Insel der Welt


Mit 45 Metern pro Jahr bewegt sich die Nordseeinsel Trischen auf die Küste zu. Das macht sie zur schnellsten Insel der Welt. Normalerweise keine Geschwindigkeit für POLISCAN SPEED. Aber das Nordseemuseum Blanker Hans in Büsum präsentiert den Besuchern die Geschichte der kleinen Insel jetzt in einem City Design Housing.


Zwei Bildschirme in der Säule, einer für Kinder und einer auf Erwachsenenhöhe, zeigen die Geschichte und Geologie von Trischen. Einen Bußgeldbescheid wird die Insel nicht bekommen. Aber wenn Trischen ihre Geschwindigkeit beibehält, trifft sie in 400 Jahren auf das Festland.