Bundeskongress Kommunale Verkehrssicherheit

News

Pressemitteilung teilen:


BUNDESKONGRESS KOMMUNALE VERKEHRSSICHERHEIT

Nachbericht zum Behörden Spiegel Event rund um Verkehrs- und Geschwindigkeitsüberwachung

Airbags, Promillegrenzen, Geschwindigkeitsüberwachung: Das Risiko, auf deutschen Straßen ums Leben zu kommen, ist so gering wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Trotzdem werden immernoch 400.000 Menschen jedes Jahr bei Verkehrsunfällen verletzt. Für über 3.000 Menschen endete der Unfall sogar tödlich. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Diese Zahlen beziehen sich nur auf Deutschland. EU- oder gar weltweit sieht es weit schlimmer aus. SPEED KILLS, Geschwindigkeit ist und bleibt die Todesursache Nummer 1 im Straßenverkehr. Die internationale Kampagne zur Erreichung von null Verkehrstoten, Vision Zero, hat sich nicht grundlos in zwei Jahrzehnten zum Ziel von Organisationen, Regierungen und Automobilindustrie entwickelt.

Anfang Juni widmete der Behörden Spiegel diesem wichtigen Thema ein eigenes Forum, den Bundeskongress Kommunale Verkehrssicherheit. Bürgermeister, Verwaltungsführungskräfte, Vertreter von Polizeien und Ordnungsämtern konnten spannenden Vorträgen zuhören und sich über die aktuellen und künftigen Herausforderungen im Bereich der Verkehrssicherheit informieren. Die Notwendigkeit von Geschwindigkeitskontrollen als wirkungsvolle Maßnahme zur Erhöhung der Verkehrssicherheit war für VITRONIC Motivation, dieses Event als Sponsor zu begleiten.

Nach der Begrüßung der Gäste durch Gabriele Klingmüller, Bürgermeisterin der Bundesstadt Bonn, betonte Rainer Wendt, der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, in bekannter Prägnanz die Notwendigkeit einer konsequenten Geschwindigkeitsüberwachung: „Wir tun gut daran, uns nicht in die Defensive drängen zu lassen. Verkehrsüberwachung ist wichtig und richtig, jederzeit und überall. Das ist keine Wegelagerei, wir schützen Menschenleben“.

Die Verkehrsüberwachung aus Sicht der Wissenschaft schilderte dann Prof. Dr. André Bresges, Geschäftsführender Direktor im Institut für Physikdidaktik der Universität Köln. „Die Einsicht fängt in den Köpfen an“, erklärte Bresges. „Würde ich Ihnen eine Waffe in die Hände geben, wären Sie wahrscheinlich sehr vor- und umsichtig damit. Bei einem Fahrzeug ist das anders, obwohl es die tödlichste Waffe ist.“ Bresges schilderte eindrucksvoll Defizite des menschlichen Leistungsvermögens und die Gefahr von unbewussten Routinen: „Kinder werden auf dem Schulweg meist in direktem Umkreis ihres Zuhauses angefahren. Da fühlen sie sich sicher.“

Die Rolle der Kommunen in der Verkehrssicherheit besprach Carsten Hansen, Referatsleiter des Deutschen Städte- und Gemeindebunds. Vom Elterntaxi über Falschparker auf Radwegen bis hin zur Bedeutung von Infrastruktur – eine Aussage blieb den Anwesenden im Gedächtnis: „Marie und Leon (typische Vornamen kleiner Kinder von heute) sollen angstfrei auf unseren Straßen gehen können. Wir haben privaten PKW und dem Individualverkehr in den letzten Jahren viel zu viel Raum und Priorität eingeräumt!“

Für Entsetzen sorgte der mit Beweis-Videos gespickte Vortrag “Raserszene – Was tun?“ des Leiters der Sondereinheit zur Verfolgung von illegalen Autorennen der Polizei Köln. In den letzten Jahren wurden dort drei Tote und neun Schwerverletzte infolge illegaler Autorennen beklagt. Neben dem Tunen ihrer völlig übermotorisierten Wagen fallen die jungen Raser stets durch ihr uneinsichtiges Verhalten auf. Die Polizei Köln setzt dabei u.a. auf gezielte Geschwindigkeitsüberwachung um diesem Problem entgegenzutreten und die etwa 200 junge Gefährder „aus dem Verkehr“ zu ziehen.

Wie die Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen „in den Verkehr“ gebracht werden, schilderte Dr. Frank Märtens von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in seinem Vortrag zu Zulassungsvoraussetzungen und Prüfprozessen für Geschwindigkeitsmessgeräte. Weshalb die “Vision Zero” auch als Standortfaktor entscheidend sein kann, erörterte Walter Niewöhner, Unfallforschung (DEKRA).

Die Stadt Bonn, die in der Praxis der mobilen Geschwindigkeitsüberwachung zuerst ausführlich verschiedene Produkte testete und nun unseren Enforcement Trailer einsetzen wird, wurde von Carsten Sperling, dem stellvertretenden Abteilungsleiter repräsentiert. Auch Einblicke in das Pilotprojekt „Section Control“ (Abschnittskontrolle) in der Nähe von Hannover wurde den Gästen gewährt.

Nach und auch zwischen den Vorträgen war ausreichend Zeit für Fragen und Diskussionen und auch die begleitende Fachausstellung mit den aktuellen Lösungsmöglichkeiten rund um das Thema Verkehrssicherheit rundeten die Veranstaltung ab. In der Ausstellung war natürlich auch – neben dem Fahrzeugausbau im Caddy und der original POLISCAN-Säule  – natürlich auch der Enforcement Trailer vor Ort, unsere Lösung semi-stationärer Geschwindigkeitsüberwachung.

 

Tommi Savic-Hofer aus dem Verkehrstechnik-Team bei VITRONIC erzählte alles zu Historie, Design und Vorteilen des „Tarnkappen-Super-Blitzers“, wie er in der Presse auch schon einmal genannt wird:    Autonome Geschwindigkeitsüberwachung ohne Personaleinsatz, mehrtägig durchgängiger Messbetrieb, die bewährte Mehrziel- und mehrspurfähige LIDAR-Messtechnik, Vandalismusschutz mit beschussgeschützter Außenhülle und Alarmsystem, die drahtlose Datenübertragung sowie ein einfaches und schnelles Ausrichten am Messstandort. Fragen zum Trailer und den weiteren Verkehrstechnik-Produkten beantworten wir Ihnen gerne unter sales(at)vitronic.de.

Unser Dank geht an den Behörden Spiegel für die Möglichkeit der Informations- und Diskussionsplattform zur Verkehrssicherheit und Geschwindigkeitsüberwachung. Zudem freuen wir uns natürlich auf unsere eigenen Veranstaltungen im September diesen Jahres. Informationen hierzu und weitere News rund um das Thema Verkehr erhalten Sie regelmäßig über unseren NEWSLETTER, tragen Sie sich gerne ein.