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Verbrannte Festplatte spuckt 3000 Blitzerbilder aus | 17.12.2009

Wiesbaden, 17. Dezember 2009 – Am 8. November verübten Unbekannte im Landkreis Düren einen Anschlag auf das Geschwindigkeitsmesssystem PoliScanspeed. Die noch immer unbekannten Täter brachen die Säule auf, entwendeten die Festplatte und setzten die Säule in Brand. Jetzt ist nicht nur die zerstörte Festplatte wieder da, sondern auch die Daten darauf. Dazu schreibt der Landkreis Düren:

„Terminator-Fans wissen: Ein Roboter, der hält was aus. So eine Feuertaufe ist eine der leichtesten Übungen für einen kybernetischen Organismus. Die Platinen in seinem Innenleben, die überstehen ein flammendes Inferno locker. Wer das für Hollywood-Hokuspokus gehalten hat, muss sich eines Besseren belehren lassen: Die Festplatte, die nach dem Brandanschlag auf die Radaranlage am Autobahndreieck Jackerath für mehrere Tage verschwunden war, ist trotz übelster Behandlung intakt. Damit haben die unbekannten Täter wohl nicht gerechnet. Nachdem das malträtierte Stück High-Tech im Kreis Viersen aufgefunden worden war, konnte die Herstellerfirma Vitronic ihm jetzt noch rund 3000 Datensätze entlocken. Gespeichert sind Fotos von Autofahrern, die trotz des Hinweisschildes „Achtung Radarkontrolle“ mit einem mehr oder minder großen Geschwindigkeitsüberschuss an der Messsäule vorbeigefahren waren, die den Unfallschwerpunkt entschärfen helfen soll.
„Feuerwehr löscht Festplatte“ – dieses schöne Wortspiel hatte vor einigen Wochen nur so lange Gültigkeit, bis der Diebstahl der technischen Innerei bemerkt wurde. „Diebe brennen Daten“ passt jetzt viel besser. Verloren gegangen sind sie jedenfalls nicht. Bleibt zu hoffen, dass das nun nicht nur für die vielen kleinen und großen Temposünder Folgen hat, sondern vor allem für die bösen Buben, die die 80.000 Euro teure Messsäule terminiert haben. Die polizeilichen Ermittler haben nun jedenfalls viel neues Material zu sichten. Für sie ist das sicher genauso spannend wie die Zukunftsmärchen mit Arnold Schwarzenegger.“



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